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Eisinger Jugendfahrt nach Bernières-sur-mer 2012
Auch von der diesjährigen Fahrt der Eisinger Jugend nach Bernières-sur-mer, die vom 20.08. — 25.08.2012 stattfand, gibt es wieder von einigen schönen Ausflügen und Erlebnissen zu erzählen.
So kamen wir Montagabend mit dem Bus in Bernières an und wurden herzlich in unseren Gastfamilien aufgenommen bzw. mit einem leckeren Abendessen überrascht. Beim ersten Kennenlernen konnten wir schon unsere sprachlichen Fähigkeiten oder auch unsere Spontaneität testen.
Am nächsten Tag ging es dann gleich in einen naheliegenden Kletterwald, der durch seine verschiedenen Schwierigkeitsgrade und unterschiedlichen Höhen (bis 20 m!) sowohl für die Jüngeren, als auch die Älteren, für nicht ganz Schwindelfreien und schon Geübten geeignet war. Im Anschluss an die kräfteraubende Kletterei konnten wir uns zusammen mit unseren französischen Gastfamilien bei einem gemütlichen Picknick vor Ort wieder stärken. Am Nachmittag sind wir anschließend bei schönstem Wetter an den Strand von Bernières gefahren, konnten uns erholen und im Meer baden gehen. Den Abend ließen wir schließlich bei den Gastfamilien ausklingen.
Am Mittwochmorgen besuchte unsere deutsche Jugendgruppe das „Mémorial“ in Caen. Das Museum von 1988 dokumentiert die europäische Geschichte von der Vorgeschichte des 2. Weltkrieges bis zum Mauerfall in Deutschland. Anschaulich konnten wir uns mithilfe von Audio-Guides über die Entstehung des 2. Weltkrieges, die Ereignisse in der Normandie und die Auswirkungen bis heute informieren. Interessant für uns war es vor allem auch die Geschehnisse aus der Sicht Frankreichs zu betrachten. Das Mémorial ist das meistbesuchte Museum des Landes außerhalb von Paris. Es wurde genau über dem früheren Hauptbefehlsbunker der deutschen Infanterie im 2. Weltkrieg errichtet.
Wie gut, dass sich die Zeiten gewandelt haben! Denn so konnten wir anschließend nach unserem Besuch im Mémorial im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft gemeinsam mit unseren französischen Freunden in ein nahegelegenes Erlebnisschwimmbad fahren. Es war ganz neu und sehr schön, allerdings gab es eine etwas strengere Kleiderordnung, womit wir uns erst einmal zurechtfinden mussten. Wieder zu Hause angekommen, erwartete uns auch gleich eine Stärkung und den restlichen Tag konnten wir die Freizeit genießen und haben uns so wie fast jeden Tag nochmal am Strand getroffen oder den Tag in den Familien ausklingen lassen.
Der vierte Tag in Frankreich begann mit Segeln in Langrune-sur-mer, einem Nachbarort. Schon das ungewohnte Anlegen der Neoprenanzüge brachte einige von uns zum Schmunzeln; hochmotiviert und voller Elan stachen wir nach einer kurzen Einführung in die hohe Kunst des Katamaran-Fahrens in See. Am Nachmittag konnten wir alle zusammen das schöne Badewetter bei Picknick, Beach-VolleybalI-Spielen, und Strandvergnügungen genießen. Wenig später trafen sich alle französischen Gastfamilien mit Ihren deutschen Gästen und der Bürgermeisterin von Bernières zu einem gemeinsamen Abendessen im Tennisclub von Bernières, wo wir gemeinsam aßen, tranken und Spaß hatten bis in die Nacht hinein.
Am Morgen darauf brachen wir dann auf nach Caen, wo wir zunächst ein altes Kloster und das Schloss besichtigten und anschließend mehrere Stunden Zeit zum Erkunden der Stadt und zum Shoppen hatten.
Beim Abendessen zu Hause in den Gastfamilien erzählten wir vom Tag und packten langsam aber sicher unsere Taschen, da am nächsten Tag schon recht frühzeitig die Rückfahrt geplant war. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer liebevollen Verabschiedung war es dann so weit und der Bus fuhr los in Richtung Paris.
Dort verbrachten wir auch nochmal einige Stunden, um zuerst den Eiffelturm zu besteigen und von oben und anschließend von unten vom Schiff aus bei einer Bootsfahrt über die Seine die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bestaunen. Zufrieden und müde traten wir die restliche Heimreise an und erreichten Eisingen mitten in der Nacht um 3.00 Uhr.
Es war insgesamt eine aufregende, lustige und gelungene Woche, man machte Erfahrungen und kam der französischen Kultur ein wenig näher.
Text: Fabian Bausewein
Fotos: Annette Reitter, Johan van Slageren